Saturday, June 28, 2014

Tag 19: Chicago

http://youtu.be/_qF09DLnXBk

Heute war ein echt krasser Tag. Es ging simpel los, indem ich mich durch die Vororte im Südosten Chicagos schlängelte. Da das Frühstück im hotel eher dürftig war, fand ich mich schnell auf der suche nach mehr wieder. Ich fand ein Dairy Queen, doch die machten erst um 10 auf. Um die ecke war jedoch ein Burger King, dem ich sofort einen Besuch abstattete. Neben einem ausgedehnten zweiten Frühstück fand ich dort auch ein paar neue Freunde. 

Kurz nachdem ich weiterfuhr fing es an zu schützen, doch der Sommerregen war warm und schnell schien wieder die Sonne. Als ich den südlichen Zipfel des Lake Michigan erreichte war ich schon praktisch wieder trocken. Mein Weg führte am Ufer des Sees entlang nach Norden, und nach jeder Biegung sah man die Skyline Chicagos näherrücken. nach kurzer Zeit sah man jedoch dunkle Wolken aufziehen, und als es dann noch in unmittelbarer Nähe anfing zu donnern und zu blitzen gab es nur eins: ein Wettrennen mit dem Gewitter. Ich schaffte es unter eine Brücke, und sofort kam ein Wolkenbruch. Während der Wartezeit führte ich ein interessantes Gespräch über Religion und Civil Rights mit einem anderen wartenden namens John. Als die Sonne wieder schien zog ich weiter, doch wurde mein Weg zu "The Bean" von einem heute stattfindenden riesigen Triathlon unterbrochen. Ich musste um den Millennium Park herumkurven, und bis ich The Bean erreichte war es schon wieder am regnen. Ich zog weiter in die Innenstadt und fand schnell mein Hotel. Fürs Abendessen wurde mir Deep Dish Pizza nahegelegt, also machte ich mich in Richtung Giordanos auf, wo es die beste geben sollte. Und das haben sich wohl auch einige andere gedacht, denn man musste eine Stunde anstehen um reinzukommen. Ausserdem brauchte man seinen Ausweis, und da meiner im hotel war machte ich mich auf den Rückweg. Im hotel erfuhr ich, dass man auch ohne Probleme bestellen kann, und dass allein das zubereiten der Pizza eine dreiviertel Stunde dauert. Da ich keine 2 Stunden alleine im Restaurant sitzen wollte BEVOR ich überhaupt zum essen kam bestellte ich mir die Pizza einfach. Während der Wartezeit unterhielt ich mich etwas mit dem überaus coolen Hotelpersonal und fand wieder neue Freunde. Vielleicht treffe ich sie morgen wieder, es findet anscheinend eine Parade statt.
Nun klingt der Tag mal wieder mit richtig schön ungesundem essen aus... Morgen werde ich in Ruhe die Stadt erkunden, ich bin schon gespannt, es gibt so viel zu sehen!

Friday, June 27, 2014

Tag 18: 25 Stunden

http://youtu.be/0XcN12uVHeQ

Für die meiste Zeit dachte ich, dass heute wie die letzten Tage relativ ereignislos bleiben würde, und fast hätte ich recht behalten.
Das Hotel lag direkt an der Route 30, das heißt ich konnte direkt und stur losrollen, da meine nächste Unterkunft ebenfalls an diesem highway liegt. Und was soll ich sagen, es wäre fast der langweiligste Tag der ganzen Reise geworden (und das hätte ich ehrlich gesagt ziemlich gut gefunden). Von morgens früh an Sonnenschein, Rückenwind, eine gerade, flache strecke mit einem breiten seitenstreifen nur für mich, das einzige Manko war der ganze Dreck auf der Strecke, dem ich konstant ausweichen musste. Ich kam gut voran, war gegen mittag am Rande von Valparaiso, und dann passierte es... schon wieder...
Ein Platter! Ich googelte den nächsten Fahrradladen, welcher knapp 3 Meilen weiter in der Stadt war. Ich schob für eine knappe halbe Stunde, bevor ich auf der letzten halben Meile von einem Mann namens Bill auf seinem pick up truck mitgenommen wurde. Die Reparatur ging zügig und tatsächlich wurden auch ein paar andere kleine Macken am Fahrrad beseitigt. Letzenendes war es nur ein kleines Stück Draht, welches den Reifen durchbohrt und den Schlauch aufgestochen hatte. Mir wurde erklärt dass seit der Krise staatliche mittel stark gekürzt wurden und daher highways nur noch selten (sprich: nie) gereinigt werden. Das kann ich bezeugen!
Am Ende der Reparatur schaute ich auf die uhr und war überrascht wie schnell doch alles ging, bis ich begriffen habe dass ich in der nächsten Zeitzone angekommen war. Also hatte ich an dem 25 Stunden tag eine Panne, das trifft sich ja gut.
Der Rest der Strecke verlief schnell und angenehm, und ich dachte darüber nach heute abend mal den Red lobster um die ecke zu testen... Bis ich die preise gesehen habe, dann bin ich einen Kilometer weiter zum nächsten IHOP geflitzt und habe mich mit einem mega Monster Burger und einem Stapel Erdbeer-Bananen-Pfannkuchen vollgestopft. Good Times...
Jetzt geht's erstmal ins Bett, morgen wartet Chicago auf mich!

Thursday, June 26, 2014

Tag 17: On the Road again

http://youtu.be/uEzXFuYN89k

Heute war tatsächlich fast genau wie gestern; wer hätte das im sonst so abwechslungsreichen Corn Belt erwartet *hust*.
Morgens ging es unter schweren Wolken ein Stück den Lincoln Highway entlang, danach dann der Wechsel auf die Route 30 bis zum Ziel bei steigenden Temperaturen und blauem Himmel. Man sieht auf den Fotos ganz gut wie die Umgebung gleich bleibt, aber das Wetter immer besser wird. Dieser Teil der Tagesplanung hat erstaunlich gut geklappt, und wäre sonst nichts schiefgelaufen hätte ich nicht viel zu schreiben gehabt. Jedoch haben sich die gelöst geglaubten Geldprobleme wieder zurückgemeldet. Als ich mittags Geld abheben wollte, verweigerte sich der ATM. Ich habe mir nichts weiter gedacht und probierte den nächsten den ich fand. Und den nächsten. Und den danach. Erst 3 Stunden und knapp 2 dutzend ATMs später war ich wieder liquide. Ich werde morgen wohl wieder meine Banken anrufen müssen.
Heute abend war ich bei Arby's, und es ist wieder einer dieser Läden bei denen ich mich frage, warum es dass nicht in Deutschland gibt. Zwar hat es mich nicht so rundum überzeugt wie IHOP, aber dennoch war es ziemlich gut. Die Burger sind mit frisch geschnittenem roast beef belegt, was soviel heißt wie: Viel Fleisch!
Ich hoffe ich komme bald bei Dairy Queen vorbei, das wäre als nächstes auf der Liste.
Das wärs dann auch für heute, nächster halt: Merrillville!

Wednesday, June 25, 2014

Tag 16: Kennst du Fort Wayne?

Or how I stopped worrying and learned to love the Corn

Heute war ein weiterer Tag in den tiefen des Corn Belts. Die Strecke von Lima nach Fort Wayne war eigentlich simpel, zuerst dem Lincoln highway durch die Felder folgen, dann auf halbem weg auf die Route 30 wechseln, welche über Fort Wayne bis nach Chicago führt.
Mit einer Distanz von gut 70 Meilen war die Etappe ziemlich genau im Schnitt, doch die Distanz ist nicht die Herausforderung. Was mich in den letzten Tagen etwas frustriert hat ist dieses Gefühl, dass man nicht voran kommt, jeden Tag die gleiche Szenerie, alles flach, alles voller Felder, von morgens bis abends, was man wahrscheinlich auch auf den Fotos der vergangenen Tage erkennen kann.
Doch heute führte mich mein Weg durch eine 15 Meilen lange Gerade. Und während ich stur geradeaus durch die monotone Landschaft fuhr, hatte ich Zeit ein wenig zu reflektieren. Eigentlich ist es gar nicht so schlimm, es hat in gewisser Weise sogar etwas meditatives. Oder ich werde nach den paar Wochen allein in der Sonne langsam weich in der Birne. Jedenfalls fühle ich mich gut, und ich freue mich bereits auf das sightseeing in Chicago sowie den baldigen Beginn der Route 66.
Ich habe heute auch die Spuren der Unwetter der letzten Tage gesehen, viele Felder standen teilweise unter Wasser, und jeder Fluss den ich überquerte war am überlaufen. Das Wetter war heute glücklicherweise gut, es startete zwar etwas düster und bewölkt, wurde dann aber immer sonniger. Einziges Manko ist der Westwind, der in den Ebenen deutlich spürbar ist.
Momentan versuche ich abends immer in verschiedenen Fast-Food-Ketten zu essen, die es in Deutschland nicht gibt. In den letzten Tagen habe ich bereits White Castle, Taco Bell, Potbelly, Waffle House und Wendys probiert. Heute war IHOP dran und ich muss sagen, es ist einfach nur super... Leider etwas teurer als die anderen, aber die Pfannkuchen sind einfach göttlich. Ich werde weiter berichten, unter anderem fehlen noch Arbys und Dairy Queen. Gesunder Lebensstil? Ich? Pffff...
So, das war's für heute, morgen geht's nach Plymouth.

http://youtu.be/dFM0pUn4dcA