Da ich diesmal also ein Zeitlimit hatte und für potentielle Problemen wie platte Reifen genug Puffer haben wollte, startete ich um 7:30 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang. Davon war wegen der Wolkendecke jedoch nicht allzu viel zu sehen.
Die Strecke nach Alghero war eine äußerst hügelige Küstenstraße, ohne Orte oder mögliche Zwischenstops. Der erste richtige Hügel war direkt der höchste, was mich durch den Mangel an Frühstück heute aber stärker ausbremste als erwartet.
Dadurch wiederum kam ich mit einer Gruppe von drei radwandernden Senioren in Kontakt, die ich bis zum Mittagessen in Alghero begleitete. Allgemein habe ich heute, zwischen Bosa und Alghero mehr Radwanderer gesehen als an jedem anderen Tag der Reise. Zusätzlich kamen uns jede Menge Enten (die Autos, nicht die Tiere) und einige Sportwagen entgegen.
Die Hügel wurden nach Alghero hin immer kleiner, sodass ich um kurz vor 1 Uhr in der Stadt war. Nach einem Schlenker durch die Altstadt gab es zum Mittagessen eine Focaccia oder zwei in der örtlichen Focacceria des Vertrauens, von der ich auch meine australischen Begleiter überzeugen konnte. Direkt vor uns war auch der Grund für die vielen Autofahrer: Vom 1. bis 4. August findet in und um Alghero eine große Rallye statt.
Nach einem leckeren Essen und ein paar guten Gesprächen ging es gegen 14 Uhr weiter Richtung Porto Torres. Uch folgte der SP42 landinwärts direkt nach Norden. Zum Glück war der Weg ab hier praktisch flach, und ich erreichte Porto Torres kurz nach 16 Uhr. Ich sah bereits das Schiff (und wie es beladen wurde), musste aber vorher noch meine Vorräte für morgen auffrischen, da sowohl Wasser als auch Müsliriegel mir inzwischen praktisch ausgegangen waren. Es ging also kurz durch die Innenstadt zum nächstgelegenen Lidl, danach machte ich kehrt und checkte gegen 17 Uhr für das Schiff ein.
Dummerweise konnte ich aber (im Gegensatz zu den Frachttransporten) noch nicht an Bord. Die gute Stunde Wartezeit konnte ich aber gut zur Nach- und Vorbereitung nutzen.
Da das Schiff um 20:30 Uhr ablegt, wird ein Teil des Blogs (vor allem das Video) morgen nachgereicht.
Und so endet diesmal die Zeit auf Sardinien. Ab morgen bin ich auf dem Festland und die zweite Hälfte der Reise beginnt. In jedem Fall wird es einen Szenenwechsel geben, dabei habe ich mich ganz gut an das Klima und die Gegebenheiten hier gewohnt. Morgen geht es dann ab Genua weiter, das vorläufige Ziel ist Castelnuovo Scrivia.



